industrieplatz hessen
 
Hessenboebbel

Aktuelles

Arbeitgeber sind für Mindestlohn-Ausnahme bei Flüchtlingen

Arbeitgeberpräsident Kramer hat sich dafür ausgesprochen, beim Mindestlohn langzeitarbeitslose Flüchtlinge genau wie alle anderen Langzeitarbeitslosen zu behandeln.



Im Hamburger Abendblatt:

Kramer: „Wir haben eine Regelung, die lautet: Wer länger als ein Jahr arbeitslos war, kann bis zu sechs Monate unterhalb des Mindestlohns beschäftigt werden. Ich halte es für sinnvoll, diese Frist für alle Menschen mit besonderen Beschäftigungshindernissen – und damit auch für langzeitarbeitslose Flüchtlinge – auf zwölf Monate auszudehnen. Damit organisieren wir einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt.“

Kramer sei es wichtig, Arbeitsssuchende gleich zu behandeln: „Ob sie aus Bottrop oder aus Bagdad kommen: Wer langzeitarbeitslos oder gering qualifiziert ist oder noch nie gearbeitet hat, sollte für zwölf Monate von der Mindestlohnpflicht ausgenommen werden.“ Der Arbeitgeberpräsident bekräftigte für die Integration von Flüchtlingen folgende fünf Punkte: Die Verpflichtung, Deutsch zu lernen, dann müssen alle Jugendlichen, die ohne Schulabschluss zu uns kommen, in das Schulsystem eingegliedert werden, als dritten Punkt solle man Zeitarbeit auch für alle Flüchtlinge mit Bleibeperspektive ermöglichen.

Als vierten Punkt fordert Kramer die schnelle Rückführung von Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive. Letzter Punkt: Das Schengensystem der offenen Binnengrenzen muss erhalten bleiben. Kramer lobte dabei die Arbeit von Bundeskanzlerin Merkel: „Mich beeindruckt die Haltung der Bundeskanzlerin, populistischen Strömungen zu widerstehen und keinen Scheinlösungen auf den Leim zu gehen. Frau Merkel arbeitet für ein nachhaltiges und tragfähiges gemeinsames europäisches Konzept.“

(Quelle: BDA)




 
Diese Seite teilen: teilen XING-Kontakten zeigen linkedin-Kontakten zeigen Auf Facebook posten Twittern! auf google teilen!