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Hessenboebbel

Nanotechnologie

Nanotechnologie in Hessen

Dass auch kleinste Dimensionen größte Perspektiven bieten können, beweisen in Hessen rund 100 Unternehmen, deren Kerngeschäft hochwertige Produkte und Dienstleistungen aus der Nanotechnologie sind. Zusammen mit weiteren 200 hessischen Firmen, die in den angrenzenden Bereichen Material- und Oberflächentechnologie, Mikrosystemtechnologie und optische Technologie arbeiten, stellen sie damit rund ein Fünftel aller Nanotechnologieunternehmen in Deutschland.

Ihre Spitzenposition verdanken die hessischen Nanotechspezialisten nicht zuletzt der hervorragenden Infrastruktur des Landes, die eine ideale Basis für erfolgsorientiertes Arbeiten bietet. Nicht nur in den Gründerzentren und Industrieparks Hessens operieren Grundlagenforschung und Produktentwicklung Hand in Hand. Auch über das NanoNetzwerkHessen findet ein reger Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft statt, aus dem bereits zahlreiche bahnbrechende Innovationen hervorgegangen sind. Die aktive und vorausschauende Förderung der Landesregierung tut ein Übriges, um ein Klima zu schaffen, in dem Branchenpioniere und Neugründer gleichermaßen wachsen können. Und so sind nicht nur Global Players wie Evonik, Heraeus oder Merck, deren Anfänge schon weit vor der Geburt der Zukunftsbranche Nanotech liegen, in Hessen zu Hause. Auch zahlreiche kleine Spezialfirmen und junge Unternehmen wie Rewitec in Lahnau oder Thomas Recording in Gießen wissen die vielfältigen Vorzüge des Standorts zu schätzen. Wie ihre großen Kollegen nutzen sie die Nähe zu Hochschulen und Mitanbietern, um sich auf höchstem wissenschaftlichem Niveau auszutauschen und so innovative und hochwertige Produkte für einen anspruchsvollen Weltmarkt zu entwickeln. Von der Stärke der Nanotechnologie in Hessen profitiert der Standort als Ganzes: Die Nano- und Materialtechnologie-Anbieter und -Entwickler haben eine Schlüsselrolle bei Produkt- und Verfahrensinnovationen in vielen klassischen Branchen inne. Zur nachhaltigen Sicherung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze können deshalb Unternehmen in nahezu allen industriellen Bereichen auf die Anwendung und Beherrschung der Nanotechnologien nicht verzichten.

 

Forschung und Entwicklung

In kaum einem anderen Technologiefeld liegen Grundlagenforschung und Produktentwicklung so nah beisammen wie im Bereich Nanotech. Rund 70 Arbeitsgruppen forschen an hessischen Hochschulen auf allen relevanten Gebieten der Nanowissenschaften und Nanotechnologien. Um noch effektiver arbeiten zu können, haben sie sich im NanoNetzwerkHessen (NNH) zusammengeschlossen, das in Deutschland als einziges seiner Art landesweit die wissenschaftlichen Aktivitäten der Branche bündelt. Die Koordinierungsstelle des Netzwerks befindet sich an der Universität Kassel. Um das Potenzial dieser hochkarätigen Arbeit optimal ausschöpfen zu können, kooperieren die Nanotechnologieunternehmen in Hessen besonders eng mit den Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes. So übertragen viele Firmen beispielsweise Teile ihrer Forschungsaufgaben auf Partner im Hochschulbereich. Statt mit hohem Aufwand an Zeit, Personal und Kosten eigene Studien zu betreiben, können sie auf externe Quellen mit State-of-the-Art-Equipment und Know-how auf höchstem Niveau zurückgreifen. Dieses erfolgreiche Modell der gemeinsamen Forschung wird gezielt durch öffentliche Fördermittel unterstützt. Von dem resultierenden Synergieeffekt profitieren alle Seiten: Die Hochschulen erhalten finanzielle Zuwendungen von der Industrie und können so Forschung auf internationalem Topniveau betreiben. Deren Forschungsergebnisse und frühe Entwicklungen gelangen ohne Umwege in den Produktions- und Vermarktungsprozess und verschaffen der Industrie enorme Wettbewerbsvorteile im internationalen Geschäft. So trägt die Nanotechnologie „Made in Hessen" maßgeblich dazu bei, die Position des Landes als innovationsstarke Industrieregion mit wirtschaftsfreundlichem Klima zu festigen und weiter auszubauen.

 

Arbeitsmarkt

Mit ihren innovativen Projekten hat sich die hessische Nanotechnologielandschaft zum Eldorado für internationale Spezialisten entwickelt. Immer mehr Forscher und Anwender aus aller Welt finden den Weg in Deutschlands zentralstes Bundesland, wo namhafte Unternehmen und Institutionen mit hochkarätigen Projekten neue Standards in der Nanotechnologie setzen. Für qualifizierte Mitarbeiter sorgen aber auch die zehn hessischen Hochschulen, die im Bereich Nanotech forschen und unterrichten. Sie zählen zu den renommiertesten Lehranstalten weltweit und bereiten engagierte junge Denker in praxisorientierten Studiengängen auf anspruchsvolle Aufgaben in Industrie und Forschung vor.

 

Branchenumfeld

Eine ausgesprochen gute Nachbarschaft finden Firmengründer und expandierende Unternehmen aus dem Bereich Nanotechnologie in allen Regionen Hessens vor. In der hessischen Nanotechbranche sind alle Kategorien vom Weltkonzern mit vielfältigem Angebotsspektrum bis zum spezialisierten Kleinunternehmen vertreten. Bei letzteren handelt es sich häufig um Spin-Offs oder Joint-Ventures von Unternehmen und Hochschulen, die mit ihren innovativen Ansätzen oft als Impulsgeber für die gesamte Branche fungieren. Der regionale Schwerpunkt der niedergelassenen Anbieter liegt im Rhein-Main-Gebiet, aber auch in Mittel- und Nordhessen ist die Infrastruktur für Produzenten und Dienstleister ausgesprochen vorteilhaft. Die hessischen Industrieparks und die technologieorientierten Gründerzentren in Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt, Fulda und Darmstadt bieten aufstrebenden Nanotechnologieunternehmen die optimale Kombination aus Infrastruktur und Service. Kurze Wege zu starken Partnern aus Hochschule und Industrie, leistungsfähige Netzwerke und die Unterstützung durch Start-up-Berater vor Ort liefern schlagkräftige Argumente, sich mit Stammhaus oder Tochterunternehmen in einem der vielen hessischen Nanotechzentren niederzulassen. Besonders gut aufgehoben sind Unternehmen aus dem Bereich der optischen Technologie in Mittelhessen: Dort haben sich zahlreiche Anbieter, die Nanotechnologie in der Praxis anwenden, niedergelassen und bilden so ein Nanooptik-Cluster, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

 

Netzwerke/Cluster

Um in der Nanotechnologie erfolgreich zu sein, müssen Forscher unterschiedlichster Disziplinen Hand in Hand arbeiten. Denn nur mit dem gebündelten Know-how und den Ressourcen aller verwandten Fachbereiche und Branchen gelingt es, zukunftsfähige und marktnahe Produkte zu entwickeln, die neue Maßstäbe in Wirtschaft und Gesellschaft setzen.

Darum unterstützt die Hessische Landesregierung die Vernetzung innerhalb dieser faszinierenden Zukunftstechnologie durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Zentrale Plattform für das entsprechende Technologie- und Standortmarketing ist die Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, die von der Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Agentur betreut wird.

Hessen-Nanotech ist häufig die erste Anlaufstelle für Unternehmen, die Kontakte zu anderen Firmen und zur Nanowissenschaft suchen. Die Aktionslinie unterstützt die Anbahnung von Nanotechnologie-Projekten zwischen Hochschulen und Unternehmen und zwischen Unternehmen und anderen Unternehmen. Über die umfangreichen Netzwerkkontakte können aber nicht nur geeignete Partner gefunden werden. Durch die Schnittstellen zur Förderberatung und den Einrichtungen, die öffentliche und private Mittel für Unternehmensgründungen, -entwicklungen oder Innovationsprojekte zur Verfügung stellen, ist eine umfassende Begleitung der Unternehmen möglich. Davon profitieren gerade junge sowie kleine und mittlere Unternehmen. Aber auch Großunternehmen, die zum Beispiel einen neuen Standort suchen, finden bei Hessen-Nanotech Ansprechpartner.

 

 
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