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Hessenboebbel

Zukunftstechnologien im Überblick

Energietechnologien

Konventionelle Energien, Regenerative Energien, Brennstoffzellen, Energieeffizienz

Im Kompetenzfeld der Energietechnologien weist die hessische Forschungslandschaft ein großes Spektrum auf. So sind in Hessen viele große Anbieter aus der Sparte Kraftwerkstechnik ansässig, wie etwa Siemens Power Generation, RWE Solutions und ABB. In der Sparte Heiztechnik gehören die Unternehmen BBT Thermotechnik (Buderus) und Viessmann Werke zu den Weltmarktführern. Im Bereich regenerative Energietechnik operieren vor allem mittelständische Unternehmen wie etwa Köhler & Ziegler Anlagentechnik, SMA Solar Technology AG und Kuntschar und Schlüter Energietechnik, die zu den innovativsten Anbietern ihrer Branche zählen.

Sowohl im Segment der konventionellen Energietechnologien als auch im Segment der regenerativen Energietechnologien wird intensiv und in Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft geforscht. So hat das Fachgebiet Energie- und Kraftwerkstechnik an der TU Darmstadt zusammen mit Rolls Royce ein University Technology Center (UTC) zur Erforschung von Verbrennungsprozessen gegründet. Am TU Darmstadt Energy Center untersuchen insgesamt zwölf Fachbereiche ingenieur-, natur- und sozialwissenschaftliche sowie ökonomische Aspekte der Energieerzeugung und Energieeffizienz. Die vielfältigen Initiativen und Aktivitäten im Großraum Kassel sind vor allem auf regenerative Energien fokussiert. Dazu haben sich die Universität Kassel sowie Industrie-, Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen im Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet) zusammengeschlossen.

Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen

Die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen besteht seit April 2002 mit dem Ziel die Brennstoffzellentechnologie weiterzuentwickeln. Die Initiative bildet ein Netzwerk von Kompetenzträgern der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie: Wissenschaftler der TU Darmstadt, der FH Wiesbaden und der Universität Kassel haben sich mit namhaften Unternehmen zusammengetan. Partner sind u. a. die BASF Fuel Cell GmbH, Infraserv Höchst und Schunk Kohlenstofftechnik. Zu den Aufgaben der Initiative zählt auch ein gemeinsames Standort- und Technologiemarketing.

Weitere Informationen finden Sie unter www.brennstoffzelle-hessen.de.

Chemische und Pharmazeutische Industrie

Mit einem Umsatz von über 20 Mrd. Euro ist die Chemische und Pharmazeutische Industrie die mit Abstand umsatzstärkste und mit einer Exportquote von 62 % auch die exportstärkste Industriebranche Hessens. Diese Spitzenleistung wird von rund 57.000 Beschäftigten der Branche erbracht.

Einen klaren Produktionsschwerpunkt bilden in Hessen die pharmazeutischen Erzeugnisse: knapp 10 Mrd. Euro bzw. fast 50 % des Branchenumsatzes werden hiermit erwirtschaftet. Dies sind wiederum rund 25 % des gesamten deutschen Umsatzes mit pharmazeutischen Produkten. Daher gilt Hessen oftmals als die „Apotheke Deutschlands" und zu Recht: Frankfurt ist einer der weltweit größten Produktionsstandorte für Insulin und einer der strategischen Forschungsstandorte von Sanofi-Aventis; sowohl B. Braun Melsungen als auch Fresenius betreiben in Hessen einige der modernsten Infusionslösungsfertigungen Europas; Wiesbaden ist einer der wichtigsten Standorte weltweit für die Diagnostika-Produktion und -Entwicklung von Abbott; Marburg ist der größte Produktionsstandort von CLS Behring -  weltweit einer der bedeutendsten Hersteller von Arzneimitteln aus Humanplasma und verwandten Therapeutika; Novartis Vaccines and Diagnostics - der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller hat einen wichtigen Stützpunkt in Hessen ebenso gefunden wie der Generika-Hersteller Stada.

Auch das Spektrum an chemischen Produkten, die in Hessen hergestellt werden, ist breit. Mit chemischen Grundstoffen wie Industriegasen, Farbstoffen, Kunststoffen und Düngemitteln werden rund 35 % des Branchenumsatzes erwirtschaftet. Eine Reihe von namhaften Unternehmen wie AirLiquide, Celanese, Clariant, Evonik Degussa, Merck, K+S und Ticona sind in diesem Bereich tätig. Weitere Produktgruppen „made in Hessen" sind die Anstrichmittel, Druckfarben und Kitte sowie Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemittel. Hier sind u.a. bekannte Firmen wie die Caparol Gruppe, DyStar, Procter&Gamble und Wella zu nennen.

In der Forschung und Entwicklung ist die Chemische und Pharmazeutische Industrie in Hessen ebenfalls führend: auf die Branche entfallen über 45 % der F&E-Aufwendungen der hessischen Industrie. Mehr als 1,6 Mrd. Euro haben die hessischen Unternehmen für Forschung und Entwicklung ausgegeben - dies stellt mit rund 26 % einen erheblichen Anteil der deutschlandweiten F&E-Aufwendungen der Branche dar.

Weiterführende Informationen zur Chemischen und Pharmazeutischen Industrie in Hessen finden Sie hier.

 
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