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Unternehmensportrait ThyssenKrupp System Engineering

Systemtechnik: Die Choreografie für Roboter

ThyssenKrupp System Engineering entwickelt Software für die Produktion

Autoproduktion: Fein abgestimmt und exakt geplant entstehen Fahrzeuge

Burghaun. Elegante Bewegungen, stets im gleichen Tempo, präzise auf den Punkt: So bewegen sich die orangefarbenen Roboter in der Automobilproduktion, um Teile an eine Karosserie zu montieren. Sie folgen einer bis ins kleinste Detail ausgetüftelten Choreografie. Und die ist Teil eines gigantischen Computerprogramms, das Ingenieure und Techniker in monatelanger Arbeit entwickeln.

Zu den führenden Anbietern zählt ThyssenKrupp System Engineering. Diese Geschäftseinheit
von ThyssenKrupp Industrial Solutions beschäftigt weltweit rund 3 700 Mitarbeiter. Am Standort
Burghaun bei Fulda entwickeln sie so etwas wie Choreografien für Industrie-Roboter. 1979 von den beiden Konstrukteuren Reinhold Bleuel und Bernd Röhling gegründet, gehört der Betrieb seit 1990 zum weltweit agierenden Thyssen-Krupp-Konzern.

Standortleiter und TechnikerHauchen Maschinen Leben ein: Stefan Katzer (links) und Bernd Röhling.

Die 65 Mitarbeiter in Burghaun wissen schon heute, wie die Autos der Zukunft aussehen und vor allem, wie man sie baut. „Wir sind stark im Prototypenbau und haben schon unzählige Montagelinien zum Laufen gebracht“, erklärt Stefan Katzer, stellvertretender Standortleiter. Hier in Burghaun wird nach dreidimensionalen Computersimulationen entschieden, wie die Produktion organisiert wird, welche Aufgaben Menschen und Roboter übernehmen.

Maschinenbau-Techniker Faton Demiri setzt gerade in der virtuellen Welt am Computer 251 Schweißbolzen an einen Fahrzeug-Rohbau. Für jedes Teil muss er den richtigen Platz festlegen, damit es später in der realen Welt problemlos montiert werden kann. „Die Maschine hat Grenzen, kommt nicht in jeden Winkel, und auf solche Dinge muss ich natürlich achten“, erläutert Demiri. Stefan Katzer und Standortleiter Bernd Röhling begutachten derweil auf einem Plan das Produktionskonzept für einen neuen Kleinwagen. 450 Roboter sollen hier zum Einsatz kommen.

Nichts wird dem Zufall überlassen, von den festgelegten Arbeitsplätzen der Mitarbeiter bis zu Verbindungsteilen und Ablageflächen sowie mehrsprachigen Bedienungsanleitungen. Der Materialfluss wird berechnet. Puffer werden eingebaut, damit beim Ausfall eines Roboters nicht die komplette Linie steht.

Vordenker: Techniker Faton Demiri legt die späteren Abläufe fest


Auch Lichtschranken zum Schutz der Mitarbeiter gehören dazu.

Sind alle virtuellen Vorarbeiten abgeschlossen, kommt die Nagelprobe in der realen Welt.  Röhling: „Es ist immer wieder beeindruckend, wenn wir die Produktion mit einem einfachen Computer-Stick zum Leben erwecken und die Roboter den Tanz beginnen.“


Redaktion: Maja Becker-Mohr

 
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