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Hessenboebbel

Unternehmensportrait Weco

Elektronik: Kontakte für die ganze Welt

Weco versorgt fast alle Branchen mit elektronischer Verbindungstechnik

Fasziniert vom rasanten Fortschritt der Technik: Ernst-Erich und Stefan Pollmeier (Fotos: Scheffler)

Hanau. Sie sind überall, meist gut versteckt in allen möglichen elektrischen und elektronischen Geräten und Anlagen: Klemmen, kleine, raffinierte Verbindungselemente, die Strom weiterleiten und bei Bedarf auch unterbrechen, eben abklemmen.

„Wenn die nicht richtig funktionieren, ist Ärger programmiert“, sagt Pauline Schwabauer, Maschinenführerin bei Weco Contact in Hanau. Ständige Kontrollen der Verbindungselemente gehören für sie zum Tagesgeschäft. handwecor.jpgAuf Buchse, Schweißkopf und die Abmessungen des Lötdrahts hat sie ein besonderWeco - Mitarbeiter kontrolliert eine Steckverbindunges Augenmerk, denn die müssen ganz genau stimmen, damit die Teile später im Einsatz 100-prozentig funktionieren: „Die Lupe ist mein wichtigstes Arbeitsgerät, denn mit bloßem Auge könnte ich das gar nicht sorgfältig genug kontrollieren.“ Seit 19 Jahren arbeitet sie bei Weco, einem der führenden Unternehmen im Bereich elektrischer Verbindungstechnik.

Präzise: Mitarbeiter kontrolliert eine Steckverbindung 

Ob Heizungs- und Klimatechnik, Sicherheitstechnik wie Rauchmelder, Maschinenbau, Lichttechnik oder weiße Ware wie Kühlschränke: Überall dort sind Produkte von Weco Contact zu finden. Der Betrieb gehört mit seinen knapp 100 Beschäftigten zur Weco-Gruppe, einem international tätigen Hersteller im Bereich Elektronik und Elektrotechnik mit 450 Mitarbeitern und Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien und Tunesien.

Gegen die Massenware speziell aus dem asiatischen Raum können die Hanauer Spezialisten nicht konkurrieren. „Aber wir punkten mit einer enormen Produktvielfalt, großer Flexibilität und einer wecotisch.jpghohen Innovationskraft“, erklärt Geschäftsführer Hartmut Hame.
Weco - Kleinserien und Muster werden sorgfältig von Hand montiert
 Genau: Kleinserien und Muster werden sorgfältig von Hand montiert


Zurzeit gehören 17 000 unterschiedliche Artikel zum Sortiment, die je nach Bedarf auch besonderen Belastungen wie Hitze oder Nässe standhalten. Eine Besonderheit von Weco sind die Baureihen für die reine Oberflächenmontage der winzigen Bauelemente, die sogenannte Surface Mountain Technology (SMT). Bei diesem Verfahren werden die Lötpins nicht mehr durch Bohrungen in den Leiterplatten gesteckt und auf der Rückseite verlötet, sondern direkt auf der Leiterplatte befestigt.

Weco hat einen Weg gefunden, die Pins sicher mit der Leiterplatte zu verbinden und zuverlässige Lötverbindungen herzustellen. Dafür werden sie einer speziellen Prüfung unterzogen, der sogenannten Koplanaritätsprüfung. Sie stellt sicher, dass alle Pins exakt gleich lang sind. „So weco_mitarbeiter.jpgvermeiden wir fehlerhafte Kontakte, egal wie winzig die Pins auch sind“, betont Geschäftsführer Hame. Bislang war die Klemme häufig das letzte noch konventionell zu verlötende Bauteil aufWeco - Ein Mitarbeiter bereitet ein Werkzeug für eine Spritzgießmaschine vor der Platine. „Diese Technologie spart unseren Kunden enorm viel Zeit und damit Kosten im Fertigungsprozess“, weiß Hame. Für den Geschäftsführer steht fest: „Hier ist unsere Zukunft.“


Maja Becker-Mohr, Fotos: Scheffler


Exakt: Robert Urban bereitet ein Werkzeug für eine Spritzgießmaschine vor.

Maschinenbau: Wenn’s rund läuft, fließen Prämien

Schenck RoTec entwickelt Auswuchttechnik für die Welt

Technologieführer: Zwei Produktionsmitarbeiter montieren eine Auswuchtmaschine für Gelenkwellen

Darmstadt. Auf der Galerie mit dem Blick direkt ins Herz der Produktion von Schenck RoTec in
Darmstadt fühlt sich Ralf-Michael Fuchs sichtlich wohl. Denn von diesem Platz aus sieht der promovierte Ingenieur und Chef des Unternehmens sofort, ob alles reibungslos läuft.
„Vor allem zeigen wir unseren Besuchern hier, dass wir hart arbeiten, um Geld zu erwirtschaften,
das wir für den Fortbestand des Unternehmens und des Standorts brauchen“, betont Fuchs. Schenck RoTec, ein Tochterunternehmen der Dürr AG, ist mit rund 1.100 Mitarbeitern weltweit und einem Jahresumsatz von über 200 Millionen Euro der Technologie- und Marktführer der Auswuchttechnik.
Am Stammsitz in Darmstadt sind einschließlich Auszubildenden 450 Menschen beschäftigt.

Exportquote liegt bei rund 80 Prozent
Sie entwickeln und produzieren Maschinen für die ganze Welt. Schließlich muss alles, was sich dreht, genau vermessen werden, denn nur wenn Triebwerke, Turbolader und Motoren ausgewuchtet sind, laufen sie wirklich rund. Die ausgetüftelten Maschinen gibt es für winzige, wenige Gramm schwere Teile ebenso wie für riesige, 400 Tonnen schwere Turbinen. Die Exportquote liegt bei 80 Prozent.

Das Herz von Schenck RoTec:  
Ralf-Michael Fuchs zeigt die Arbeit in der Produktion

Die aktuellen Probleme in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland sind auch in Darmstadt zu spüren. Der Umsatz ging hier um etwa 50 Prozent zurück. Aber auch die Lage in Brasilien oder die andauernden Probleme in vielen islamisch geprägten Ländern bereiten ihm Sorgen: „Ganz allgemein ist in der Welt im Moment mehr Schatten als Licht.“ Für Schenck schaut er dennoch optimistisch in die Zukunft: „Wir exportieren jedes Jahr in über 100 Länder weltweit, und so können wir Einbrüche in dem einen Land meist durch Erfolge in anderen Ländern ausgleichen“, betont der promovierte Ingenieur.

"Am Standort Darmstadt wurde 1907 die erste Auswuchtmaschine der Welt gebaut“

Trotz stärker werdenden Wettbewerbern vor allem aus dem Niedriglohnland China will Fuchs den Standort Darmstadt nicht infrage stellen: „Hier wurde 1907 die erste Auswuchtmaschine der Welt gebaut, und hier entstehen bis heute unsere Innovationen.“ Und genau dafür wird hart gearbeitet. Alles Bestehende, aber auch alle Produktionsabläufe und Prozesse kommen immer wieder auf den Prüfstand. „Nur so können wir schneller und innovativer sein und damit die Wettbewerber ausstechen, die nicht tarifgebunden sind und oft unter ganz anderen Bedingungen arbeiten als wir.“Allein der Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten beträgt bei deutschen Maschinenbauern fast 40 Prozent.

Produktionsmitarbeiter montieren Auswuchtmaschine

Bei den anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektro-Industrie hofft er auf ein tragbares Ergebnis. Er plädiert für moderate Erhöhungen und eine Erfolgsprämie für Mitarbeiter, wenn der Betrieb gut läuft. Für Schenck-Mitarbeiter gibt es schon jetzt gute Prämien, zuletzt 2 750 Euro für das Jahr 2013. „Und für 2014 dürfte auch wieder was drin sein“, verrät Fuchs.

 Text: Maja Becker-Mohr; Fotos: Scheffler

 

Elektronik: Kontakte für die ganze Welt

Weco versorgt fast alle Branchen mit elektronischer Verbindungstechnik

Fasziniert vom rasanten Fortschritt der Technik: Ernst-Erich und Stefan Pollmeier (Fotos: Scheffler)

Hanau. Sie sind überall, meist gut versteckt in allen möglichen elektrischen und elektronischen Geräten und Anlagen: Klemmen, kleine, raffinierte Verbindungselemente, die Strom weiterleiten und bei Bedarf auch unterbrechen, eben abklemmen.

„Wenn die nicht richtig funktionieren, ist Ärger programmiert“, sagt Pauline Schwabauer, Maschinenführerin bei Weco Contact in Hanau. Ständige Kontrollen der Verbindungselemente gehören für sie zum Tagesgeschäft. handwecor.jpgAuf Buchse, Schweißkopf und die Abmessungen des Lötdrahts hat sie ein besonderWeco - Mitarbeiter kontrolliert eine Steckverbindunges Augenmerk, denn die müssen ganz genau stimmen, damit die Teile später im Einsatz 100-prozentig funktionieren: „Die Lupe ist mein wichtigstes Arbeitsgerät, denn mit bloßem Auge könnte ich das gar nicht sorgfältig genug kontrollieren.“ Seit 19 Jahren arbeitet sie bei Weco, einem der führenden Unternehmen im Bereich elektrischer Verbindungstechnik.

Präzise: Mitarbeiter kontrolliert eine Steckverbindung 

Ob Heizungs- und Klimatechnik, Sicherheitstechnik wie Rauchmelder, Maschinenbau, Lichttechnik oder weiße Ware wie Kühlschränke: Überall dort sind Produkte von Weco Contact zu finden. Der Betrieb gehört mit seinen knapp 100 Beschäftigten zur Weco-Gruppe, einem international tätigen Hersteller im Bereich Elektronik und Elektrotechnik mit 450 Mitarbeitern und Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien und Tunesien.

Gegen die Massenware speziell aus dem asiatischen Raum können die Hanauer Spezialisten nicht konkurrieren. „Aber wir punkten mit einer enormen Produktvielfalt, großer Flexibilität und einer wecotisch.jpghohen Innovationskraft“, erklärt Geschäftsführer Hartmut Hame.
Weco - Kleinserien und Muster werden sorgfältig von Hand montiert
 Genau: Kleinserien und Muster werden sorgfältig von Hand montiert


Zurzeit gehören 17 000 unterschiedliche Artikel zum Sortiment, die je nach Bedarf auch besonderen Belastungen wie Hitze oder Nässe standhalten. Eine Besonderheit von Weco sind die Baureihen für die reine Oberflächenmontage der winzigen Bauelemente, die sogenannte Surface Mountain Technology (SMT). Bei diesem Verfahren werden die Lötpins nicht mehr durch Bohrungen in den Leiterplatten gesteckt und auf der Rückseite verlötet, sondern direkt auf der Leiterplatte befestigt.

Weco hat einen Weg gefunden, die Pins sicher mit der Leiterplatte zu verbinden und zuverlässige Lötverbindungen herzustellen. Dafür werden sie einer speziellen Prüfung unterzogen, der sogenannten Koplanaritätsprüfung. Sie stellt sicher, dass alle Pins exakt gleich lang sind. „So weco_mitarbeiter.jpgvermeiden wir fehlerhafte Kontakte, egal wie winzig die Pins auch sind“, betont Geschäftsführer Hame. Bislang war die Klemme häufig das letzte noch konventionell zu verlötende Bauteil aufWeco - Ein Mitarbeiter bereitet ein Werkzeug für eine Spritzgießmaschine vor der Platine. „Diese Technologie spart unseren Kunden enorm viel Zeit und damit Kosten im Fertigungsprozess“, weiß Hame. Für den Geschäftsführer steht fest: „Hier ist unsere Zukunft.“


Maja Becker-Mohr, Fotos: Scheffler


Exakt: Robert Urban bereitet ein Werkzeug für eine Spritzgießmaschine vor.

 
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