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Hessenboebbel

Thema des Monats: August 2015

Industrie 4.0 im Mittelstand

Chancen für mittelständische Unternehmen

Quelle: EDAG Engineering GmbH

Ob in Fabriken oder mittelständischen Unternehmen. Bei vielen ist die industrielle Produktion mit Robotern und Maschinen nicht mehr wegzudenken. Nur bei kleinen Produktionsmengen oder Spezialanfertigung war der automatisierte Einsatz von Maschinen bislang nicht möglich. Die Optimierungsmöglichkeiten daher gering und mögliche Einsparpotenziale eher marginal.

Fabrik 4.0
Doch das wird sich in der neuen Fabrik 4.0 ändern und bietet gerade mittelständischen Unternehmen eine gewaltige Chance. Der Automatisierungsgrad und die Robotertechnik wird zunehmend Einzug halten sowohl in der Industrie, als auch in den Steuerungsbau.  Viele Tätigkeiten, die in der Vergangenheit manuell ausgeführt wurden, werden nun in einer deutlich höheren Präzision robotergestützt durchgeführt. Durch die Verschmelzung von IT und Industrie –integrated industry- können beispielsweise künftig Fertigungsprozesse aus der Cloud heraus gesteuert werden. Der Kunde könnte dann eigenständig – über die Website des Anbieters- die Maschine mit seinem Produktwunsch beauftragen.  Das Potenzial in diesem Gebiet ist gewaltig und die Integration eröffnet neue Chancen. Maschinen könnten über Smartphones und Tablets gesteuert werden. Denkbar ist auch die Verbindung von bislang komplett getrennten Fertigungssystemen.

Die Automation-Cloud

So können außerplanmäßige Spezialanfertigungen dem Logistikzentrum  des Zulieferers automatisch mitteilen, dass ausnahmsweise andere Bauteile benötigt werden. Der neue Fertigungsprozess läuft bis zur Zulieferung vollautomatisch ab. Die Schnittstellen zwischen den Systemen bildet die Automation-Cloud.  Sie macht den Aufbau eines durchgängigen Systems möglich. Dadurch kann der Kunde nicht nur Fernwartung und Diagnostik betreiben. Er hat auch die Möglichkeit, Maschinendaten abzurufen und im Falle einer Fehlfunktion eine Fachkraft mit der Fehlerbeseitigung zu beauftragen.

Wer berechtigt ist, soll künftig von überall auf die Anlagesteuerung zugreifen können. In Sachen Überwachung und Wartung sicher ein großer Fortschritt, auch um Servicekosten einzusparen. Industrie 4.0 ermöglicht es künftig, das beispielsweise in einer Produktionsanlage die eine Produktionsmaschine mit den am Produktionsablauf beteiligen weiteren Produktionsmaschinen einerseits und dem gerade im Produktionsprozess befindlichen Gut andererseits kommuniziert und bei Bedarf auch reagiert.

Aber auch diese sich selbst steuernde Prozesse können nicht ohne menschliches Eingreifen stattfinden. Und auf die kommt es an, wenn Deutschland auch oder gerade durch Lösungen in der Automation zeigen will, dass handfeste Wettbewerbsvorteile keine Theorie sind. Die nächste Zukunft wird sich damit beschäftigen, Industrie 4.0 zunehmend zu standardisieren, um den Kunden und Anwender mehr Sicherheit für ihre Investitionen zu bieten. Die Fabrik 4.0 ist heute noch ein Zukunftsprojekt, aber ein Notwendiges. Wenn große und kleine produzierende Unternehmen so automatisiert zusammen arbeiten, dass sie schnell und hocheffizient selbst Spezialanfertigungen kostengünstig produzieren können, verschaffen sie sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Und den braucht auch weiterhin der rohstoffarme, aber bei Industrieprodukten heute führende Standort Deutschland.


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