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Fördermöglichkeiten

Fördermöglichkeiten für Industrieunternehmen in Hessen

Neben vielen nicht-monetären Aktivitäten unterstützen das Land, der Bund und die Europäische Union die hessischen Industrieunternehmen – und dabei vor allem den Mittelstand – mit finanzieller Förderung. Die Instrumente, mit denen die öffentliche Hand dem Mittelstand unter die Arme greift, sind: 

 

  • Zuschüsse

    Die Schwerpunkte bei der Förderung durch Zuschüsse liegen bei Investitionszuschüssen in strukturschwachen Gebieten und bei projektbezogenen Förderungen von kooperativen Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Darüber hinaus gibt es einige kleinere Töpfe, die etwa bei Unternehmensberatungen, internationalen Messen oder Ausbildungsplätzen zum Tragen kommen. Antragstellung, Auszahlung und Verwendungsnachweise werden bei diesem Instrument von festen Ansprechpartnern bei den Zuwendungsgebern begleitet.

  • Kredite

    Das häufigste Instrument zur Finanzierung von mittelständischen Unternehmen sind Programmkredite, die im Hausbankenverfahren ausgereicht werden. Die Förderbanken auf Bundes- und Landesebene, die KfW-Bankengruppe und die Investitionsbank Hessen, bieten solche Förderkredite an, deren Vorteile in niedrigen Zinsen, tilgungsfreien Zeiten, langen Zinsbindungsdauern und auch in Sondertilgungsmöglichkeiten und Haftungskomponenten liegen.

    Auf diese Kredite besteht aber kein Rechtsanspruch. Das bedeutet, dass die Hausbank des Unternehmens bereit sein muss, das Vorhaben zu begleiten und einen solchen Förderkredit durchzuleiten. Dazu gehört immer auch die Bereitschaft zur Übernahme des Risikos, denn im Regelfall übernimmt die Förderbank „nur" die Refinanzierung, während die Hausbank das Ausfallrisiko zu tragen hat und dementsprechende bankübliche Sicherheiten des Kreditnehmers erwartet.

  • Bürgschaften

    Falls es bei der Besicherung von Krediten an banküblichen Sicherheiten fehlt, können Haftungskomponenten weitere Unterstützungsmöglichkeiten sein. Hierbei übernehmen die Förderbank oder andere Institutionen einen Teil des Risikos gegenüber der Hausbank. Bei Haftungsfreistellungen im Rahmen von Förderkrediten beinhaltet die Förderzusage der Förderbank eine teilweise Risikoübernahme Neben diesen integrierten Haftungskomponenten gibt es öffentliche Bürgschaften, die zu einem Kredit „hinzugekauft" werden: Die Bürgschaftsbank Hessen, eine Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft, übernimmt für tragfähige Vorhaben, denen es an Sicherheiten fehlt, ebenfalls Risiko gegenüber der Hausbank, und zwar bis zu 60 Prozent bei Betriebsmittelfinanzierungen und bis zu 80 Prozent bei Anlageinvestitionen. Dies eröffnet der Hausbank einen Spielraum, Kreditlinien, Avalkredite und andere Darlehen zu gewähren, die sonst an der nicht ausreichenden Besicherung scheitern würden.

  • Beteiligungen

    Ein spezielles Instrument, das in bestimmten Unternehmenssituationen geeignet sein kann und direkt an die Unternehmen vergeben wird, sind öffentliche Beteiligungen. Dieses Kapital hat den Charakter wirtschaftlichen Eigenkapitals, da es ohne Sicherheiten gewährt und über eine längere Frist zur Verfügung gestellt wird. Dafür sind bei stillen Beteiligungen höhere Zinsen zu veranschlagen als bei einem zu besichernden Darlehen sowie Berichtspflichten und Mitspracherechte des Fondsmanagements einzuplanen. In Hessen werden verschiedene stille Beteiligungen angeboten.


Kompetenter Ansprechpartner für alle Fördermöglichkeiten ist Hessen Trade & Invest, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes. Im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums beraten die Förderexperten die Unternehmen und die Gründer zu den individuell geeigneten Finanzierungsmöglichkeiten und helfen dabei, neue Finanzierungsstrategien zu entwickeln. Darüber hinaus informiert das Beratungszentrum über die nicht-monetären Fördermöglichkeiten. Das Beratungszentrum unterhält dafür ein Netzwerk zu den Trägern hessischer Wirtschaftsförderung. Als unabhängiger Informationsgeber, der seine Leistungen kostenlos anbietet, ist das Beratungszentrum an den Standorten Wiesbaden, Wetzlar und Kassel vertreten.

 

Weitere Informationen des Landes Hessen zum Thema Förderung finden Sie hier.

 

 
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