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Hessenboebbel

Die Handlungsfelder: Ressourcen effizient nutzen

Die Handlungsfelder

Ressourcen effizient nutzen

Bereits viel erreicht

Hessen liegt im Zentrum einer der reichsten und am dichtesten bevölkerten Regionen der EU - und hat sowohl das hoch entwickelte Verkehrs- als auch Kommunikationssystem, das Unternehmen brauchen, um diesen Lagevorteil optimal zu nutzen. Unternehmen des Industrie-/ Dienstleistungsverbundes sind in erheblichem Maße auf eine sehr leistungsfähige Infrastruktur angewiesen. Dies gilt gleichermaßen für den Transport von Gütern, für die Mobilität der Wissensarbeiter wie für die Echtzeitkommunikation.

Eine intelligent vernetzte Infrastruktur erhöht die Rentabilität unternehmerischer Investitionen und bietet Anreiz für weitere Investitionen des privaten Sektors.

Qualität der Verkehrsinfrastruktur erhalten und verbessern

Hessen mit seinem Zentrum Rhein-Main bietet Unternehmen schnelle und effiziente Versorgungs- und Vertriebsverbindungen mit anderen wichtigen Zentren in Europa und allen Teilen der Welt. Hessen verfügt über eines der dichtesten Flugstrecken-, Straßen- und Bahnnetze in Europa mit einem hohen Maß an intermodaler Verknüpfung. Die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung einer erstklassigen Verkehrsinfrastruktur kostet erhebliche Mittel. Diese müssen auch weiterhin aufgewendet werden, damit ein Substanzverzehr vermieden und die gute Wettbewerbsposition Hessens gehalten werden kann. Darüber hinaus ist die intermodale Verknüpfung der einzelnen Verkehrsträger permanent zu optimieren.

Wachsende Logistikanforderungen transparent machen

Die verstärkte Vernetzung der Wirtschaft, die Dezentralisierung von Wertschöpfungsprozessen und der zunehmende Online-Handel erhöhen das Logistikaufkommen. Hessen mit seiner zentralen Lage und seiner Drehscheibenfunktion profitiert in hohem Maße vom Wachstum dieses Industriezweigs. Mit dem House of Logistic and Mobility trägt Hessen dessen wachsender Bedeutung Rechnung und fördert seine Weiterentwicklung. Auch der Öffentlichkeit muss dabei die zentrale Rolle einer modernen Logistik für den Industriestandort bewusst gemacht werden.

Flächenangebot transparent machen

Hessen hat mit seinen drei Regionalplänen Nord-, Mittel- und Südhessen spezielle Gebiete für die industrielle Nutzung und Rohstoffgewinnung geschaffen. Diese Gebiete befriedigen die besonderen Standort- und Erschließungsansprüche der Industrie und bieten heute bereits Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Diese Planung soll auf Basis der jeweils aktuellen Bedürfnisse der Industrie weiterentwickelt werden. Zu ergänzen wäre sie durch eine Datenbank der in Hessen verfügbaren Industrie- und Logistikflächen mit ihrem Profil und einer Suchfunktion auf Basis definierter Parameter.

Kommunikation/Digital Hub ausbauen

Hessen ist Bestandteil des digitalen „Backbones“ Europas. Es bietet Kommunikation und Anbindung auf einem Niveau und mit einer Zuverlässigkeit und Schnelligkeit, wie sie andernorts kaum zu finden sind. Frankfurt am Main gehört zu den führenden Internetknoten Europas und baut seine Position ständig aus. Eine sichere und kostengünstige Energieversorgung ist dabei zu einem Wettbewerbsfaktor geworden und muss sichergestellt werden.

Der im Rahmen der Aktionslinie „Hessen-IT“ vorangetriebene Ausbau von Breitbandhochgeschwindigkeitsnetzen muss zügig fortgesetzt werden, um auch in den ländlichen Regionen für optimale Standortbedingungen zu sorgen und das Entstehen eines Industriestandorts der zwei Geschwindigkeiten zu vermeiden.

 

Innovationen sind Motor neuer Technologien, die zur Ressourcenschonung und Energiewende beitragen. Bei den Speicher-, Steuerungs- und Netztechniken besteht noch ein hohes Innovationspotential für die hessischen Unternehmen – ebenso bei der Energieeffizienz. Hessen hat dies als ein Wachstumspotential für den Standort erkannt und unterstützt im Rahmen seiner Innovationsförderung die hessische Industrie bei der Suche nach neuen Lösungskonzepten und Technologien. Nach der hessischen Innovationsstrategie 2020 werden Förderungen konzentriert auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeichertechnologien sowie System- und Netztechnik und deren Zusammenwirken. Sie sollen die Entwicklung von wettbewerbsfähigen Produkten und Lösungen unterstützen.
 
Rohstoffsicherung
Für die in Hessen vorhandenen natürlichen Ressourcen hat das Land frühzeitig ein Rohstoffsicherungskonzept entwickelt und umgesetzt. Hessen unterstützt auch die Anstrengungen der Bundesregierung, Rohstoffabkommen mit rohstoffreichen Ländern zu schließen. Aber gerade die heimische Rohstoffindustrie muss in ihrer Arbeit unterstützt werden. Sie verringert die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen und liefert wichtige Lösungen für die Industrie und den Alltag der Menschen. Allerdings ist auch ein effizienter, sparsamer Umgang mit Ressourcen ein Teil von Rohstoffsicherung. Neben der traditionellen Rohstoffgewinnung sollen in Hessen und aus Hessen heraus auch neue Rohstoffquellen erschlossen werden. Neue und bekannte Werkstoffe, die mit neuen Eigenschaften versehen werden, können helfen, seltene Rohstoffe zu ersetzen. Hessen hat mit dem Cluster „Materials Valley“ bereits eine ausgeprägte Stärke in diesem Bereich. Die 2012 gestartete Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Hanau wird vom Land Hessen mit 24 Millionen Euro gefördert. So wird Hessen zum bevorzugten (Ansiedlungs-) Standort für materialforschende Unternehmen.
 
Ressourceneffizienz steigern
Materialkosten, Personalkosten und Energiekosten sind die großen Kostenblöcke unserer Industrie. Sie entscheiden maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. Durch einen effizienteren Materialeinsatz, der Nutzung von Sekundärrohstoffen und dem Schließen von Stoffkreisläufen kann die Abhängigkeit von Rohstoffmärkten und der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe gesenkt werden. Eine gesteigerte Materialeffizienz bietet erhebliche ökonomische Vorteile, stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Unternehmen und ist gleichzeitig ein ganz wesentlicher Hebel zur Erreichung der ökologischen Ziele Hessens.
 
Umwelttechnologie
Mit ihrem überdurchschnittlich hohen Wachstums- und Innovationspotenzial hat sich die Umwelttechnologie in kürzester Zeit zu einer der wichtigsten Säulen der hessischen Wirtschaft entwickelt. Die Branche, die zu den entwicklungsstärksten Märkten weltweit gehört, trägt heute maßgeblich zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen im Zentrum Deutschlands bei. Die in der Umwelttechnologie tätigen hessischen Unternehmen sind in unterschiedlichen Bereichen wie Wasser und Abwasser, Abfall und Recycling, erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder Luftreinhaltung aktiv. Rund 51.000 Fachkräfte entwickeln auf diesen Gebieten in insgesamt etwa 1.300 Industrieunternehmen, Ingenieurbüros und Consultingfirmen zukunftsweisende Technologien für eine umweltverträgliche Ökonomie. Der Jahresumsatz beläuft sich auf 14,4 Mrd. Euro. Die interdisziplinär ausgerichtete Branche zählt zu den Schlüsseltechnologien bei der Lösung zentraler globaler Herausforderungen, wie sie insbesondere der Klimawandel mit sich bringt. Ihre Beiträge zu Themen wie Energiebedarf, Ressourcenverbrauch oder die Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden liefern wichtige Impulse zur Gestaltung einer umweltverträglichen Ökonomie von morgen.
 
Große Chancen auf internationalen Märkten
Für die Umwelttechnologiebranche bieten die internationalen Märkte große Chancen, da der Bedarf an ressourceneffizienten und umweltschonenden Lösungen weltweit zunimmt. Die Auslandsumsätze hessischer Unternehmen liegen bereits bei 40 Prozent, wobei der Schwerpunkt in der Europäischen Union liegt.
 

 
 

 
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